çè

 

Die SPD von 1960 bis Heute

Die SPD-Bundesvorsitzenden


 

Willy Brandt
Otto Reimer bleibt Ortsvereinsvorsitzender bis 1965. Die Mutterstadter SPD öffnete sich in dieser Zeit auch nach außen hin. Dies zeigte sich in gut besuchten Veranstaltungen, wo z.B. mit Bunten Abenden, abseits von der Politik, Entspannung und Geselligkeit für alle Bevölkerungskreise geboten wurde. Wir erinnern uns heute mit Dankbarkeit an unseren Ehrenvorsitzenden Otto Reimer, der das Amt des Vorsitzenden noch einmal von 1970 bis 1974 innehatte. Wer kannte ihn nicht, wenn er mit Hut und mit Fahrrad unermüdlich das ganze Jahr über für seine SPD im Einsatz war: innerparteilich bei allen Veranstaltungen dabei, pflegte er besonders den persönlichen Kontakt zu allen Mitgliedern, war aber auch bei allen Vereinen, den örtlichen Festen und Veranstaltungen präsent. In der Mitgliederversammlung am 6. Mai 1974 wurde er in Anerkennung seiner Leistungen zum Ehenvorsitzenden des Ortsvereins gewählt.

Danach kommen bundespolitisch einschneidende Umbrüche. Die innerhalb der Sozialdemokratie umstrittene Entscheidung für eine Große Koalition wird getroffen, eine „Außerparlamentarische Opposition“ bildet sich und 1969 ist der Beginn einer 13 Jahre andauernden sozialliberalen Regierung mit den Bundeskanzlern Willy Brandt und Helmut Schmidt. Mit Gustav Heinemann wird 1969 für fünf Jahre der erste sozialdemokratische Bundespräsident gewählt.

Ende der 60er/Anfang der 70er Jahre kamen viele der heute auch in Mutterstadt noch aktiven Parteimitglieder in die SPD und das war mit einem Namen verbunden: Willy Brandt. Dieser bedeutende deutsche Politiker, 1913 in Lübeck geboren, Regierender Bürgermeister von Berlin, Außenminister, Bundeskanzler von 1969 bis 1974, Friedensnobelpreisträger, Vorsitzender der Sozialistischen Internationale, Ehrenvorsitzender der SPD, prägte wie kein anderer sozialdemokratischer Vorsitzender dieses Jahrhunderts die Partei so nachhaltig. Neben Brandt stehen für die neue SPD in diesen Jahren besonders die Namen von Fritz Erler, Carlo Schmid, Herbert Wehner, Karl Schiller und Helmut Schmidt, dem Bundeskanzler von 1974 bis 1982. Nach dem Tod von Brandt, folgen ihm im Amt des Parteivorsitzenden, Hans-Jochen Vogel, Björn Engholm, Rudolf Scharping, Oskar Lafontaine und Gerhard Schröder.