Auf den Spuren des „Bronze-Schöpfers“ Gernot Rumpf
- vor 23 Stunden
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In der vergangenen Woche hatte die Arbeitsgemeinschaft 60plus des SPD-Ortsvereins Mutterstadt zu einer Kunstrundfahrt durch die Vorderpfalz eingeladen. Die Fahrt führte zu fünf fantasievoll gestalteten Bronzekunstwerken, die der im letzten Jahr verstorbene Bildhauer Gernot Rumpf in Form von Brunnen mit dem Element Wasser geschaffen hat. Marken- und Erkennungszeichen Rumpfs ist eine kleine Maus, die sich bei all seinen Objekten versteckt.
60plus-Sprecher Volker Schläfer begrüßte an der ersten Station an der Lutherkirche in Ludwigshafen die TeilnehmerInnen und übergab an Klaus Metzner, der die Gruppe an den ausgewählten Skulpturen aus Bronze in das Schaffen des Pfälzer Künstlers einführte. Laut Metzner verbindet Rumpf in seinen sakralen Werken Glaube, Schöpfung und Lebensfreude zu einer Botschaft der Hoffnung, in seinen Stadt- und Dorfbrunnen erzählt er mit Humor von der örtlichen Geschichte und ist dabei Schöpfer einer unverwechselbaren Tier- und Fabelwelt.
Lutherbrunnen in Ludwigshafen:
Am erhaltenen Turm der zerstörten Lutherkirche lässt Rumpf eine offene und transparente Kirche entstehen; es entspringt ein Lebens- (Wasser-)Fluss zum Lutherbrunnen hin mit den Köpfen von Martin Luther und seiner Frau Katharina von Bora.
Geißbockbrunnen in Deidesheim:
Mit den Figuren des Brunnens erzählt Rumpf von dem historischen Brauch, dass Lambrecht für die Pacht von Weiderechten nach Pfingsten einen „wohlgehörnten und wohlgebeutelten“ Geißbock an Deidesheim zu liefern hat.
Elwetritschebrunnen in Neustadt:
Mit 21 fantasievoll gestalteten Elwetritsche berichtet der Künstler über die Geburt und Leben dieser pfälzischen Fabeltiere und wie man sie fangen kann.
Tabakbrunnen in Herxheim:
Der Brunnen zeigt die örtlichen Traditionen des Reitsports und Sandbahnrennens. Ein Brotkorb erinnert aber auch an die nachbarschaftliche Solidarität lebenserhaltender Brotspenden.
Saubrunnen in Bornheim:
Hier setzt Rumpf der „Wuz“ ein Denkmal; das dargestellte Schwein in verschiedenen Positionen ist nicht nur schlau, sondern auch ein Lebenskünstler.
Bornheim ist das pfälzische Storchendorf und so konnte die Gruppe, die in der Ortsmitte sich befindliche Pflegestation für Störche anschauen unter eifrigem Geklapper der Jungstörche.
Passend zu dem Thema der Brunnen gab es von Klaus Metzner eine Vesper in Deidesheim am Geißbockbrunnen mit Ziegenkäse und in Bornheim am Saubrunnen mit Ringelschwänzchen.
Zum Abschluss erhielten die TeilnehmerInnen eine kleine handwerkliche Imitation, den Elwetritsch „Rüdiger“, als eine Empfehlung Gernot Rumpfs, sich der helfenden Wirkung des Humors zu erinnern.

